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bb.existenzgründer-lexikon

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Wahl der Rechtsform: « Vorheriges Thema (Vorüberlegungen)Nächstes Thema » (Zuschüsse der Bundesagentur für Arbeit)

1. Allgemein

Allgemein werden die Gesellschaftsformen in Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften unterschieden:

Gesellschaften sind entweder rechtsfähig, teilrechtsfähig oder nichtrechtsfähig. Als Rechtsfähigkeit wird die Fähigkeit bezeichnet, Träger von Rechten und Pflichten zu sein. Im Prozess z.B. ist die juristische Person selbst Klägerin bzw. Beklagte. Im Unterschied dazu wären bei einer nicht rechtsfähigen Gesellschaft nur die Gesellschafter selbst zu verklagen.

Die Rechtsfähigkeit der Offenen Handelsgesellschaft und der Kommanditgesellschaft ist ausdrücklich gesetzlich geregelt; die Rechtsfähigkeit der Gesellschaft Bürgerlichen Rechts wurde durch die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes im Januar 2001 (BGH, 25.10.1991 - V ZR 196/90) festgestellt. Voraussetzung ist aber, dass die Gesellschaft nach außen in Erscheinung tritt.

Im deutschen Recht gibt es einen sogenannten Typenzwang der Gesellschaftsformen, d.h. es kann nur zwischen den bestehenden Gesellschaftsformen gewählt werden, die Gesellschafter können keine eigene Gesellschaftsform entwickeln. Innerhalb einer Gesellschaftsform können nicht gesetzlich geregelte Bereiche durch vertragliche oder notarielle Vereinbarung abgeändert werden.

2. Die verschiedenen Rechtsformen

Im Falle der Existenzgründung kann der Unternehmer zwischen folgenden verschiedenen Rechtsformen wählen:

1. den nationalen Gesellschaftsformen des jeweiligen Landes - in Deutschland:

Das Unternehmen kann als Einzelunternehmen oder als Gesellschaft (Personengesellschaft oder Kapitalgesellschaft) geführt werden.

3. den nationalen Gesellschaftsformen eines Mitgliedslandes der Europäischen Union (z.B. die britische Limited Company)

Hinweis:
Gesellschaftsformen, die supranational auf dem Gebiet der Europäischen Union gegründet werden können, eignen sich im Rahmen einer Existenzgründung nicht.

  • die Europäische Gesellschaft

  • die Europäische Wirtschaftliche Interessenvereinigung

  • die Europäische Genossenschaft

Ziel der Europäischen Gesellschaftsformen ist insbesondere die erleichterte grenzüberschreitende Tätigkeit eines Unternehmens.


3. Statistik

Im Jahr 2010 kam es bei Neugründungen zu folgender Rechtsformwahl:

594.116 Einzelunternehmen
69.474 Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
34.383 Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR)
12.610 GmbH & Co. KG
1.978 Private Limited Company
2.096 Sonstige Rechtsformen
1.467 Aktiengesellschaften
1.264 Offene Handelsgesellschaften
1.140 Kommanditgesellschaften
810 Eingetragene Vereine
315 Genossenschaften

Quelle: Statistisches Bundesamt

In den folgenden Fachbeiträgen können Sie sich über die verschiedenen Möglichkeiten informieren und dann entscheiden, welche Form für Sie infrage kommt.



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